30.4.2020

Projekt NOTATION UND AUFFÜHRUNG

PODCAST

Kritik des musikalischen Werkbegriffs
Mit Christa Brüstle


Die Musikwissenschaftlerin Christa Brüstle setzt sich in ihrem Audiopodcast mit der Genese und Weiterentwicklung des musikalischen Werkbegriffs auseinander. Dem eurozentrischen und elitären Werkbegriff des 19. Jahrhunderts, der auf Abgeschlossenheit, rigide Textgebundenheit und Geniekult baut, setzt Christa Brüstle die Realität des in der Praxis immer schon inklusiven, offenen und prozessualen Kunstwerks entgegen und rückt zugleich Aufführungs- und Rezeptionspraktiken stärker in den Fokus. Denn ein Werk gründet eben nicht allein in einem Text, einem Notat oder einer Partitur, sondern ensteht aus der Praxis und den Wechselwirkungen mit seinem gesamten künstlerischen Umfeld.

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Christa Brüstle ist Professorin für Musikwissenschaft, Frauen- und Genderforschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, seit 2012 Leiterin des Zentrums für Genderforschung ebendort. Lehrbeauftragte u.a. an der Universität Wien und der Freien Universität Berlin. Forschungsschwerpunkte u.a.: Musik nach 1945, Musik und Politik, Musik im Nationalsozialismus, Musikästhetik, Komponistinnen, Interpretinnen, Gender Studies.