Forschungsarbeiten


Der Interuniversitäre Forschungsverbund Elfriede Jelinek ist die weltweit zentrale Forschungsstelle zu Österreichs Literaturnobelpreisträgerin.

Als Zentrum, das die Universität Wien und die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien miteinander verbindet, ist es nicht nur von der Konstruktion her (Kooperation einer Wissenschafts- und einer Kunstuniversität) innovativ, sondern auch beispielgebend für neue vernetzte Formen wissenschaftlich-künstlerischer Forschung, Präsentation und Lehre.

Es handelt sich um ein Forschungszentrum, bei dem beide Universitäten ihre jeweiligen - und unterschiedlichen - Forschungskompetenzen, Fächer und Methodiken einbringen:
die Universität Wien die kultur-, geschichts- und sozialwissenschaftliche Forschung und die MUK die künstlerische Forschung. Diese unterschiedlichen Forschungskompetenzen wirken im interuniversitären Dialog zusammen, um neue interdisziplinäre Methodiken und Formate zu erarbeiten.


Grundlagenarbeiten

Permanente Aufgaben und Funktionen des Interuniversitären Forschungsverbundes Elfriede Jelinek sind folgende Grundlagenarbeiten:

  • Dokumentation, Erschließung und Sicherung von Jelineks Gesamtwerk, dessen Rezeption und Kontexte
  • Betreuung eines weltweit genutzten Informations- und Kommunikationszentrums auf der Grundlage des Archivs des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums
  • Erarbeitung von Grundlagenwerken zur Autorin

Themen

Auf Basis der Grundlagenarbeiten führt der Interuniversitäre Forschungsverbund, von Jelinek ausgehend, interdisziplinär ausgerichtete und international vernetzte Forschungsarbeiten zu virulenten gesellschaftspolitischen Themen und zu wichtigen ästhetischen Strategien durch und entwickelt langfristige, auf einander aufbauende Themenfelder, bei denen die österreichische Kunst seit den 1960er Jahren in ihren internationalen Zusammenhängen sowie die Images Österreichs als Kulturnation im Zentrum stehen. Jelineks Werke, Themen und Verfahren sind dabei Ausgangspunkt und Impulsgeber für folgende groß gefasste Schwerpunkte, die für die kommenden Jahre geplant sind:

Die Themenbereiche Wissenschaft - Kunst sowie Elfriede Jelinek und die Musik sind für alle diese Schwerpunkte von grundlegender Bedeutung.


Grundprinzipen

Folgende Grundprinzipien sind bei den Forschungsarbeiten des Interuniversitärem Forschungsverbundes Elfriede Jelinek wirksam:

  • Interdisziplinarität, der Dialog zwischen den Fachdisziplinen und den jeweiligen universitären Forschungsschwerpunkten. In dieser Form werden neue interdisziplinäre Forschungsfelder erschlossen und neue fächer- und universitätsübergreifende methodische Zugänge entwickelt.
  • Vernetzung von Wissenschaft und Kunst (Literatur, Musik, Theater, Musiktheater, Tanz, Film, bildende Kunst), Entwicklung neuer Formen wissenschaflich-künstlerischer Forschung und neuer wissenschaftlich-künstlerischer Formate, Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen und KünstlerInnen.
  • Internationalität: die Forschungsarbeiten beziehen inter- und transkulturelle Aspekte mit ein. Zentral sind eine weltweite Vernetzung in Form von International Scientific Partners, laufenden Kooperationen bei den Projekten mit internationalen Wissenschafts- und Kunstuniversitäten sowie internationale wissenschaftlich-künstlerische Schwerpunkte.
  • Prozesscharakter der Forschung: die Forschungsarbeiten werden (mittels Arbeitsgruppen, vernetzten Diskussionen, Workshops etc.) über einen längeren Zeitraum entwickelt, um im gemeinsamen Austausch zu neuen Forschungsergebnissen zu kommen.
  • Neue Wege der wissenschaftlich-künstlerischen Interaktion: auch mittels innovativer dialogischer Formate inkl. Neuer Medien (wie Video-Konferenzen, Skype-Gespräche, E-Mail-Wechsel, digitalisierte Kommentare, Audio- und Videofiles etc.).
  • Wirkung in die Öffentlichkeit: Die Forschungsarbeiten haben den Anspruch, in den öffentlichen Diskurs einzugreifen und öffentliche Debatten zu initiieren. Die Ergebnisse werden laufend einer breiten internationalen Community zugänglich gemacht.